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 Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
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| In diesem Jahr steht die thematische Überschrift des Festival Retz „Offene Grenzen“ und die damit verbundene Auseinandersetzung mit dem Nachbarland Tschechische Republik ganz besonders im öffentlichen Interesse: Zwanzig Jahre nach der Samtenen Revolution und dem Fall des Eisernen Vorhangs versucht das Land Niederösterreich u.a. auch in seiner grenzüberschreitenden Landesausstellung in einem positiv kritischen Dialog, das Verhältnis zu seinem Nachbarland Tschechien entsprechend dem Wandel unserer Tage neu zu definieren. Das Festival Retz leistet hierbei mit seinen erstklassigen Opern-, Konzert- und Literaturveranstaltungen seit nunmehr bereits fünf Jahren einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Dialog und zur Begegnung kunstbegeisterter Menschen der beiden Nachbarländer. Als Landeshauptmann danke ich den Organisatoren und wünsche Ihnen, werte Besucherinnen und Besucher, ein unvergessliches Kulturerlebnis im bezaubernden Ambiente der Weinstadt Retz.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
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 Bürgermeister Karl Heilinger
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| Mit großer Freude präsentieren wir das Programm des diesjährigen Festivals, das heuer sein fünfjähriges Bestehen feiert. Für das jahrzehntelang unter seiner Grenzlage leidende Retz gelingt in der Zusammenarbeit mit dem Festival Znaim ein besonderer Brückenschlag. Intendant Alexander Löffler kann trotz der schauderlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein beachtliches Programm vorstellen, in dessen Zentrum die Wiederentdeckung des tschechischen Komponisten Jan Dismas Zelenka in der Dominikanerkirche steht. Wahrlich keine leichte Aufgabe – und nur mit großer Unterstützung des Landes NÖ und uns geneigter Sponsoren möglich! Dafür ein aufrichtiges Dankeschön! Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Festivals ist die zeitgenössische Literatur. In diesem Zusammenhang gedenken wir in besonderer Weise dem 2008 aus dem Leben geschiedenen Autor Norbert Silberbauer. Namens der Stadtgemeinde Retz lade ich Sie alle zu uns nach Retz, wo neben künstlerischen auch zahlreiche kulinarische Schmankerl geboten werden.
Bürgermeister Karl Heilinger
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 Festival Leiter Alexander Löffler
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| „Weder Reichtum noch Macht, allein Wissen und Kunst werden überdauern“ ließ Tycho Brahe, der gemeinsam mit Johannes Kepler am kaiserlichen Hof von Rudolph II. in Prag als Astronom wirkte, in die Mauern seiner „Stjerneborg“ eingravieren. Gerade in den Tagen einer zusammenstürzenden Finanzwelt liegt es nahe, über die Vergänglichkeit materieller Werte nachzudenken. Kunst in der Krise ist nicht Krise der Kunst, sondern Herausforderung und Aufforderung, unsere Werte und Wichtigkeiten aufs Neue zu überprüfen, Fragen zu stellen. Kunst ist die tief empfundene Notwendigkeit des Menschen, sich mit seiner Lebenswelt, seinen Mitmenschen, seinen Ängsten und Träumen, oder auch mit Transzendenz in Beziehung zu setzen. Das Festival Retz versucht dies mit seiner Kirchenoper, die von jenem verlorenen Gleichgewicht zwischen ideellen und materiellen Werten erzählt. Wir versuchen dies auch in unserem Literaturprogramm, in welchem wir den Vorurteilen, Ängsten, dem Fremden und den Fremden nachspüren. Ich wünsche Ihnen sinnreiche, anregende, gute Unterhaltung.
Festival Leiter Alexander Löffler
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