Festival Retz „Offene Grenzen“ 2016

„Jephtha“ (HWV 70)

Szenisches Oratorium in drei Aufzügen von
Georg Friedrich Händel

Auf dem Zenit seines kompositorischen Schaffens entfesselt Georg Friedrich Händel ein mitreißendes Drama zwischen Gelübde, Gottespflicht und Vaterliebe! „Jephtha“ ist das letzte originäre Werk des britischen Meisters, ehe er völlig erblindet. Ihm gelingt dabei ein musikalischer Höhepunkt des barocken Oratoriums, das durch große Chöre, affektgeladene Arien und ergreifende Ensembles beeindruckt.

Das Libretto stammt aus der Feder von Thomas Morell und basiert auf dem alttestamentarischen Buch Richter (Ri 10,6–12,7). Jephtha, als Sohn einer Prostituierten von seiner Sippschaft geschmäht und vertrieben, wird im Exil zu einem gefürchteten Warlord. Als das Volk Israels in kriegerische Bedrängnis gerät, erinnert man sich des Vertriebenen, ruft ihn zurück und ernennt ihn zum obersten Heerführer. Vor der entscheidenden Schlacht leistet Jephtha das Gelübde, dass er im Falle eines Sieges bei seiner Heimkehr das erste Wesen, das ihm aus seinem Haus entgegentreten sollte, Gott Jahwe als Brandopfer darbringen werde. Dies wird seine Tochter Iphis sein. Iphis nimmt das Opfergelübde ihres Vaters an, erbittet jedoch Aufschub, begibt sich mit ihren Vertrauten in Abgeschiedenheit und wird letztlich – abweichend von der biblischen Vorlage – durch das Erscheinen eines Engels verschont.

Besetzung

Musikalische Leitung Ewald Donhoffer
Inszenierung Monika Steiner
Bühne Alexander Löffler
Kostüme Inge Stolterfoth
Lichtdesign Pepe Starman
Jephtha Daniel Johannsen
Storgè – seine Frau Monika Schwabegger
Iphis – seine Tochter Bernarda Bobro
Hamor – Verlobter Iphis‘ Nicholas Spanos
Zebul – Bruder Jephthas Günter Haumer
Engel Emilio Haumer, Santiago Haumer

 

Chor LABYRINTHEvocalensemble
Musikalische Einstudierung Chor Andreas Salzbrunn
Orchester Ensemble Continuum